GESUNDHEITSBERATUNG

HINTERGRÜNDE & INFORMATIONEN

  • Raus aus der Schmuddelecke

    Lebenszyklusanalysen belegen: Plastiktüten schneiden bei Ökobilanz besser ab als Baumwoll- oder Papiertaschen

    Entscheidend für Umweltwirkung ist die Mehrfachnutzung

    Manche Vorurteile und sogar Fehleinschätzungen haben länger Bestand, wenn sie nur oft genug wiederholt werden. Erst bei genauerem Hinsehen stellen sie sich dann nur allzu oft als irreführend heraus.

  • Zweifel an der Mär von der ökologisch überlegenen Glasmehrwegflasche.

    Das Leichtgewicht PET-Mehrwegflasche hat durchaus Vorteile.

    In Diskussionen über nachhaltige Getränkeverpackungen wird die Glasmehrwegflasche oft als vorbildlich dargestellt. Begründung: Die immer wieder umgespülte und dann wieder befüllte dicke Flasche treibe keinen „single use“.

  • Unerwünschte Migration: Wenn gesundheitsschädliche Stoffe aus der Verpackung in Nahrungsmittel wandern.

    Druckfarbe hat nichts in Lebensmitteln zu suchen.

    Umweltfreundlich ist nicht immer auch gesundheitsfreundlich.

    Allein eine ökologische Anmutung sorgt noch nicht für hinreichenden Gesundheitsschutz. Diese These bewahrheitet sich leider insbesondere in einem für unser aller Wohlergehen ausgesprochen sensiblen Bereich: bei den Lebensmittelverpackungen. Das machen unterschiedliche Untersuchungen deutlich. Demnach können nämlich von oft wiederverwerteten Verpackungen aus Papier, Karton und Pappe unerwünschte, weil gesundheitsschädliche Stoffe in die darin enthaltenen Nahrungsmittel übergehen. Das soll, so sagen Fachleute, für Recycling-Karton-Verpackungen zutreffen können.

  • „Abfallexport war prinzipiell ein Fehler“/„Einweg kann auch Mehrweg sein“

    Interview mit der Führung von PACCOR Packaging

    Symbolpolitik konzentriert sich auf große Symbole. Die Bundesregierung hat jetzt das Aus für ein Ex-und-hopp bei Einweg-Plastik beschlossen, das statt wiederverwertet oder wiederverwendet zu werden, im Müll landet. Sie setzt damit eine EU-Richtlinie um, die ab 2021 abfallintensive Einwegprodukte aus Kunststoff verbieten will. Was Kunststoff aber unersetzlich macht, ist seine Schutzfunktion für Lebensmittel. In Zeiten der Pandemie ist Hygiene kein beiläufiger Aspekt. Der Kunststoff-Verpackungshersteller PACCOR ist deshalb einen wesentlichen Schritt weiter, was Wiederverwenden und Wiederverwerten angeht: Der Konzern ist technologisch gerüstet, um Kunststoffverpackungen in einen echten Wertstoffkreislauf zu bringen, wie die PACCOR-Vorstände Andreas Schütte (CEO) und Nicolas Lorenz (CCO) im nachfolgenden Interview erläutern. Eine neuartige Technologie zum Sortieren von Abfall hat den Vorteil, dass Kunststoffverpackungen ihren Nutzwert unbegrenzt einbringen können, etwa zur wichtigen Vermeidung von Lebensmittelverlusten.

  • Umweltpolitisches Lenkungsinstrument oder „Kunstgriff“ gegen Haushaltslöcher?

    Abgabe würde weder Haushalt noch Umwelt nützen und stattdessen Kreislaufwirtschaft wichtige Mittel entziehen.

    Die von der EU ins Gespräch gebrachte Einführung einer europaweiten Abgabe auf nicht recycelte Kunststoffverpackungen – die sogenannte „Plastiksteuer“ – findet nur wenig positive Resonanz. Vonseiten der Experten kommt scharfe Kritik: Nicht zielführend, weder für den Umweltschutz noch zur Haushaltskonsolidierung, heißt es. Dagegen sehen Umweltverbände in der möglichen neuen Abgabe eine Chance, „Recycling zu erhöhen und Abfallvermeidungsprogramme zu unterstützen“.

  • Müllquote von bis zu 50 Prozent ein Skandal.

    Verpackungen müssen schützen können, zunächst das Lebensmittel, dann die Gesundheit der Verbraucher.

    Zu Recht empört eine Entwicklung, wie man sie in den USA sieht, in der die Hälfte aller Nahrung als „verdorben“ auf dem Müll landet. Lebensmittel sind ein wertvolles Gut. Und sie werden immer kostbarer, je mehr die Weltbevölkerung wächst. Denn die will ernährt werden.

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